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Interaktives Wii Whiteboard PDF Drucken E-Mail

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Im vergangenen Semester beschäftigten sich zwei Projekte mit den
Möglichkeiten der Wii-Remote.

Als Ergebnis eines der Projekte, entstand ein funktionstüchtiges Whiteboard unter Verwendung der Technologie einer Wii-Remote, welche bereits am Tag der offenen Tür 2009 großen Anklang bei den Besuchern fand.

 


Download der Software und des Usermanuals

 

Über das Projekt:

Technisch funktioniert das so, dass jede Wii-Remote über eine
Infrarot-Kamera verfügt und über Bluetooth mit einem PC verbunden werden
kann. Die Idee dies für ein Whiteboard zu verwenden stammt ursprünglich
von Johnny Chung Lee und wurde an der Carnegie Mellon University entwickelt.
Auf dessen Seite (http://johnnylee.net/projects/wii/) stellt er
auch eine, in .net entwickelte, exemplarische Umsetzung zur Verfügung.

Darauf basierend entstanden dann einige Projekte die die Umsetzung
praktikabler und plattformunabhängiger machten.
Ziel des Projektes an unserer Fachhochschule war es den aktuellen Stand
der Entwicklungen zu evaluieren und eine als geeignet erscheinende
Lösung weiterzuentwickeln. Dabei wurden nicht nur verschiedene
Softwarelösungen getestet, sondern auch die notwendige Hardware. Als
Endprodukt sollte ein für Laien verständliches und überall verwendbares
Whiteboard möglich sein.

1) Die Software:
Als geeignetsten erwies sich eine Java-Implementierung von Uwe Schmidt
(http://www.uweschmidt.org/wiimote-whiteboard), die plattformunabhängig
und quelloffen zur Verfügung stand. Darauf basierend wurde eine
"OneClick"-Lösung entwickelt. Die von uns weiterentwickelte Version
ermöglicht mit einem Klick die Whiteboard-Funktionalitäten zu starten
und sofort zu verwenden. Dazu ist es möglich verschiedene Kalibrierungen
zu speichern. Mann kann also einen Laptop in einem Lehrsaal, in dem eine
Wii-Remote fest installiert ist, anschließen und mit einem Klick die
gespeicherte Kalibrierung für diesen Raum aufrufen und verwenden.
Weiters wurde es um ein Präsentationstool erweitert, dass es ermöglicht
jeden beliebigen Bildschirminhalt einzufrieren und mit dem Stift in
verschiedenen Farben darauf zu zeichnen. So kann nicht nur während einer
Präsentation, sondern auch in einer Entwicklungsumgebung oder in
Programmen wie Photoshop, Word oder Excel jederzeit auf dem Whiteboard
"gemalt" werden. Das Gemalte wird danach automatisch gespeichert.

2) Die Halterung:
Es wurden auch mehrere Halterungen getestet, um die Wii-Remote an
verschiedenen Orten stabil aufstellen zu können.

3) Die Verbindung:
Ein großes Hindernis bei der Verwendung der Wii-Remote an PCs ist die
Tatsache, das sie nicht mit allen Bluetooth-Dongles und Stacks
problemlos funktioniert. Hier wurden mehrere Bluetooth-Sticks getestet
und eine Übersicht erstellt.

4) Der Infrarot-Stift:
Hier wurden verschiedene Lösungsansätze gesammelt, bzw. auch selbst
entwickelt. Da bei einem normalen Whiteboard das infrarote Licht des
Stiftes nicht direkt zur Wii-Remote strahlt, sondern nur die Reflexion
auf dem Whiteboard. Da diese oft zu schwach ist und von der Wii-Remote
nicht erkannt wird, wurden verschiedene IR-LEDs und verschiedene
Bauvarianten des Stiftes getestet, sowie nach einer Lösung gesucht die
Empfindlichkeit der Wii-Remote zu erhöhen. Letztendlich wurde auch ein
drahtloses Präsentationswerkzeug, welches es zusätzlich ermöglicht
Präsentationen zu steuern, umgebaut um es auch direkt als Stift für das
Whiteboard verwenden zu können
(http://www.genius-europe.com/produktdetail.php?ID2=64&ID=35&ID3=313)

5) Die Präsentationsoberfläche:
Wie bereits beim Stift erwähnt, wird normalerweise nur die Reflexion des
IR-Lichts von der Wii-Remote erfasst. Diese ist natürlich sehr von der
verwendeten Projektionsoberfläche abhängig. Als am zuverlässigsten
erwies sich die Umsetzung mit einer Rückprojektion, da hier die
Wii-Remote auch direkt auf dem Beamer montiert werden kann (Bei einer
normalen Auf-Projektion muss die Wii-Remote schräg auf das Whiteboard
gerichtet werden, da der Vortragende sonst im Weg steht). Auch andere
Oberflächen, wie liegende und stehende Monitore, wurden positiv
getestet.

6) Das Einrichten:
Da man nicht sieht, was die Wii-Remote sieht, ist es schwierig sie
korrekt aufzustellen. Es wurden Überlegungen angestellt, die
Installation zu vereinfachen. Das Ergebnis war ein behelfsmäßiges
Hilfswerkzeug, das mit Lasepointern ungefähr das Sichtfeld der
Wii-Remote zeigt.

Der empirische Teil des Projektes ist abgeschlossen. Momentan wird an
einer ausführlichen Dokumentation über die erlangten Kenntnisse gearbeitet
und im Laufe des kommenden Semesters fertiggestellt. .
Genaue Anleitungen zum Aufbau wird die Dokumentation beinhalten.

 

Wenn Sie daran interessiert sind, das Interaktive Whiteboard praktisch zu testen, wenden Sie sich bitte an den Projektleiter: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

 
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